Widerrufsrecht auf einer Verkaufsparty – ja oder nein?

Sandra kauft auf einer Verkaufsparty ein Thermomix-Gerät. Nicht günstig, aber auf der Party war alles so einfach und lecker. Im Trubel der Party hat sie sich zu einer Bestellung des eigentlich für Ihr Budget zu teuren Geräts hinreißen lassen. Als das Teil dann geliefert wird, ist die Begeisterung schon ein wenig verflogen – und nachdem auch ihr Mann nicht wirklich so viel Geld ausgeben möchte, entscheidet sie, dass sie das Gerät zurückgeben will. Die Frage ist nun: Kann sie das? Hat sie ein Anspruch darauf, ihr Geld zurück zu bekommen?

Es geht also um ein Widerrufsrecht auf einer Verkaufsparty. Und JA, sobald ein Verkauf nicht in den Geschäftsräumen eines Anbieters erfolgt (also z.B. im Autohaus oder in einem Ladengeschäft), gilt ein 14-tägiges Widerrufsrecht. Unbenutzte Ware kann dann zurückgegeben werden und der Verkäufer/die Verkäuferin muss das Geld erstatten.

Im Partyverkauf wird das Widerrufsrecht selten in Anspruch genommen

In der Praxis kommt das im Partyverkauf allerdings nur sehr selten vor, weil auf den Partys die Möglichkeit besteht, die angebotenen Produkte in Augenschein zu nehmen, anzufassen oder ggf. auch auszuprobieren. Nur bei Online-Käufen wird das Widerrufsrecht häufiger in Anspruch genommen, denn online sieht alles ganz wunderbar aus. Wenn die Ware dann geliefert wird, stellt man fest, dass das Kleid doch nicht so schick aussieht, wie beim 45 kg dürren Model oder die Kamera viel schwerer ist, als man gedacht hatte…

In unserem Fall war “Sandra” eine Testerin von Stiftung Warentest und hat das Gerät auch nur gekauft, um zu testen, ob die Rückgabe funktioniert. Wer nach Monaten Wartezeit endlich seinen Termomix in Händen hält, gibt den wahrscheinlich nicht mehr her…

Unserer Meinung nach entspricht ein Partyverkauf schon fast dem Besuch eines Ladengeschäftes. Eigentlich bräuchte man kein Widerrufsrecht. Der Gesetzgeber sieht das aber anders: Will ein Kunde seine gekauften Waren innerhalb von 2 Wochen zurückgeben, so hat er/sie das Recht dazu, wenn die Waren unbenutzt und unbeschädigt ist.

Wichtig: Informationspflicht

Ganz wichtig für Partyverkäufer/-innen ist aber, dass sie auf das Widerrufsrecht hinweisen. Das ist gesetzlich vorgeschrieben. Unterbleibt der Hinweis, dann gilt das Widerrufsrecht theoretisch unendlich lange. Die EU, die für diese Rechtsprechung verantwortlich ist, will damit erreichen, dass Verbraucher, die davon noch nichts gehört haben, auf ihre Rechte hingewiesen werden. Um dem Gesetz genüge zu tun, müsstet Ihr als Partyverkäufer/-innen also das Widerrufsrecht mit auf den Bestellzettel drucken und die Kenntnisnahme vom Kunden separat unterschreiben lassen.

Argument für Verkaufspartys

Tipp: Sieh’s mal positiv. Das Widerrufsrecht ist eigentlich ein Argument für die Verkaufsparty, denn im Fall der Fälle hat man damit als Verbraucher mehr Rechte als in jedem Ladengeschäft. Und in der Praxis kommt es so gut wie nicht vor – insofern stellt es für Dein Partygeschäft kein nennenswertes Risiko dar.

 

Hinweis / Disclaimer: O.g. Angaben sind die persönlichen Erfahrungen des Autors und stellen keinesfalls eine Rechtsberatung dar. Gesetze können sich zudem ändern. Manche Gesetze sind so unverständlich, dass ihre Anwendung erst durch Urteile, d.h. nach Gerichtsverfahren, feststeht. Bitte erkundigt Euch bei Eurem Vertrieb oder ggf. bei einem Rechtsanwalt, wenn Ihr ganz sicher sein wollt, dass Ihr die aktuellsten gesetzlichen Anforderungen erfüllt.

Ist mein Vertriebsunternehmen ein Schneeballsystem?

Legal oder illegal: Ist "mein" Partyvertrieb ein verbotenes Schneeballsystem?

Was ein Schneeballsystem oder Pyramidensystem ist und worauf Du achten musst, erfährst Du in diesem Beitrag.

Schneeballsysteme sind illegal

In den USA wurde gerade ein Direktvertriebsunternehmen, die Vemma Nutrition Company (kurz Vemma), stillgelegt.

Vemma war ein Multi-Level-Marketing-Unternehmen, das 2004 gegründet wurde. Zu den Produkten des Unternehmens gehören Energy-Drinks und Nahrungsergänzungsmittel. In die Kritik geriet Vemma, da dem Unternehmen von verschiedenen Seiten vorgeworfen wurde, ein illegales Schneeballsystem zu betreiben. Daraufhin hat die FTA das System stillgelegt.

Auch in Deuschland und Europa gilt: Schneeballsysteme oder Pyramidensysteme sind nicht erlaubt. Aber was ist eine Schneeballsystem genau? Wie erkenne ich, ob vielleicht “mein” MLM Vertrieb, in dem ich mich einschreiben will oder mit dem ich bereits arbeite illegal ist?

So definiert man ein Schneeballsystem:

Als Schneeballsystem oder Pyramidensystem werden Geschäftsmodelle bezeichnet, die zum Funktionieren eine ständig wachsende Anzahl an Teilnehmern benötigen, für die man “Kopfgeld” bekommt. Das System funktioniert also wie ein Schneeball, der den Hang hinunter rollt und dabei immer dicker wird – daher der Begriff. Das Problem bei Schneeballsystemen ist, dass der Ball irgendwann unten ankommt – und dann meistens auseinanderfällt.

Was ist ein “gutes” und damit legales Vertriebssystem?

Ein System ist kein Schneeballsystem (und damit legal), wenn es auch ohne neue Partner funktionieren würde. Nehmen wir mal das Beispiel Tupperware. Dort werden Partys abgehalten und auf den Partys auch Ausschau nach neuen Tupper-Beraterinnen gehalten. D.h. Tupperware hat ständig neue Vertriebspartner. Aber ist Tupperware deshalb ein Schneeballsystem? Klares Nein. Denn das Unternehmen könnte auch ohne neue Partner auskommen. Dann würden die Produkte weiter von den bestehenden Partnern verkauft, das Unternehmen würde sich über den Produktverkauf weiterhin finanzieren. Es würde wohl nicht mehr so sehr wachsen, aber die Geschäftsgrundlage ist der Verkauf der (hochwertigen) Produkte, nicht etwa das Einnehmen von “Startgeldern”… womit wir beim zweiten Kriterium für Schneeballsysteme wären.

Kriterium 2 für ein illegales Schneeballsystem: Einnahmen für die Vertriebspartner entstehen überwiegend oder ausschließlich dadurch, dass neue Teilnehmer wiederum Geld investieren, ohne werthaltige Dienstleistungen oder ein Produkte zu erhalten. Meist sind das “Schulungspakete” oder “Einstiegspakete”, von deren Einnahmen ein Teil an das Unternehmen und ein Teil als Provision an den Werber geht.

So erkennst Du ein Schneeballsystem / Pyramidensystem

Das bedeutet also: Verlangt man von Dir, eine Einstiegsgebühr zu zahlen, ohne dass Du z.B. Waren von einem angemessenen Wert bekommst, die Du unter realistischen Marktbedingungen wieder verkaufen kannst (notfalls auf ebay oder amazon), dann liegt der Verdacht nahe, dass es sich um ein Schneeballsystem handelt.

Etwas mehr bürokratisch ausgedrückt: Schneeballsysteme sind Spezialfälle von Systemen, welche auf unendliches Wachstum unter endlichen Rahmenbedingungen (Potenzial an neuen Partnern) angewiesen und daher grundsätzlich instabil sind (max. ein paar Jahre, danach brechen sie zusammen oder werden entdeckt).

 

Checkliste: Pyramidensystem oder nicht?

Wenn mehrere der nachfolgenden Kriterien erfüllt sind, solltest Du vorsichtig sein. Es handelt sich dann möglicherweise um ein illegales Pyramidensystem.

  • Muss ich eine Einstiegsgebühr bezahlen?
  • Erhalte ich oder mein Förderer/Sponsor eine Provision auf die Einstiegsgebühr?
  • Besteht die Pflicht, ein “Startpaket” zu kaufen oder eine Einstiegsgebühr zu bezahlen?
  • Falls ein Einstiegspaket angeboten wird: Sind überwiegend “nutzlose” Inhalte enthalten, wie beispielsweise “Schulungspakete” oder “Marketing/Werbepakete”?

Ein “Einstiegspaket” bedeutet nicht unbedingt Schneeballsystem

Die Tatsache, dass ein Einstiegspaket angeboten wird, bedeutet nicht unbedingt, dass es sich bei dem Anbieter um ein illegales Pyramidensystem handelt. Einstiegsgebühren bzw. Einstiegspakete können sogar helfen, leichter in den Vertrieb zu kommen. Auch Schulungen sind durchaus üblich. Die Grenze zum illegalen System wird dann überschritten, wenn die Provisionen oder sonstige Einkünfte überwiegend dadurch verdient werden, dass man neue Partner wirbt und das Einkommen aus deren Einstiegsgebühren generiert wird. Man produziert also nur neue Partner, sonst nichts. 

Wenn das System also Einkommen aus sich selbst heraus und nicht durch den Vertrieb realer und wertvoller Produkte erzeugt, dann handelt es sich sehr wahrscheinlich um ein illegales Schneeball oder Pyramidensystem.

In den meisten Ländern sind Systeme, die sich solch dubioser Methoden bedienen, mittlerweile verboten. Wer sich daran beteiligt, verliert nicht nur Freunde und sein eingesetztes Geld,  sondern riskiert auch strafrechtliche Konsequenzen.

Gefällt Dir dieser Beitrag?

Dann teile ihn bitte auf dem Netzwerk Deiner Wahl, z.B. auf Facebook, in dem Du auf den nachfolgenden Button klickst.

Du hast noch Fragen dazu? Schreibe gerne in die Kommentare!

Kreditkartenzahlung erhöht den Partyumsatz

Bezahlung per Kreditkarte oder EC-Karte: Mehr Umsatz, bessere Liquidität.

Wer Kreditkartenzahlung auf seiner Party anbietet, hat dadurch gleich zwei Vorteile:

  • Der Partyumsatz wird steigen
  • Die Produkte sind bereits bezahlt und man muss dem Geld nicht hinterherlaufen

Für ganz Eilige: Hier ist beschrieben (hier klicken), wie man ohne monatliche Grundgebühr Kreditkartenzahlungen annehmen kann.

Warum steigt der Umsatz, wenn man Kartenzahlungen akzeptiert?

Es erklärt sich fast von selbst: Wenn ein Gast 100 Euro dabei hat: Wie viel Geld wird er maximal ausgeben? Selbst wenn er eigentlich gerne mehr kaufen würde, wird dieser Gast es nicht tun, denn die Hürde, sich Geld zu leihen oder um Kredit zu bitten, ist extrem hoch. Deshalb steigt der Partyumsatz, sobald Kreditkartenzahlung möglich ist. Erfahrene Berater/-innen sprechen von 20% und mehr Umsatzsteigerung, nur durch das Angebot, per Karte zu bezahlen.

Ein weiterer psychologischer Effekt tritt ebenfalls auf: Mit Kreditkarten (oder EC-Karten) verbindet man nicht unbedingt, dass man gleich etwas bezahlen muss. Die Zahlung liegt ja in ferner Zukunft. Folglich ist die Bereitschaft, Geld auszugeben, höher. Spontankäufe treten 30% häufiger auf, als dies bei Barzahlung der Fall ist.

Wie funktioniert Kartenzahlung auf einer Verkaufsparty?

Zwei Anbieter (iZettle und sumup) bieten kleine Kartenlesegeräte an, die zusammen mit einem Smartphone (iPhone, Samsung, Huawei, etc.) arbeiten. Man lädt eine App auf das Smartphone, der Kartenleser verbindet sich via Bluetooth drahtlos, und schon kann man Zahlungen per Kreditkarte annehmen.

Eine Anleitung dazu habe ich hier bereitgestellt.

Die Kosten sind überschaubar: Die Kartenleser kosten einmalig ca. 70 Euro (in Aktionszeiträumen auch mal 29 oder 39 Euro). Monatliche Gebühren fallen nicht an. Der Betreiber (iZettle oder sumup) bekommen lediglich eine Provision auf den Umsatz. Derzeit liegt diese für EC-Zahlungen bei 0,95%, für Kreditkartenzahlungen bei 2,5%. Dafür, dass man das Geld gleich und sicher hat, ist dieser Prozentsatz vertretbar. Auch der gesteigerte Umsatz macht die Gebühren für die Kartenzahlung oft schon wieder wett.

Fazit

Wenn Du regelmäßig Partys machst oder gar Deinen Lebensunterhalt damit verdienst, kannst Du Dein Einkommen signifikant erhöhen, wenn Du Kartenzahlung anbietest. Die Lösungen von iZettle und sumup funktionieren problemlos, wenn Du bereits ein Smartphone hast. Die Gebühren sind überschaubar. Also: Worauf wartest Du noch?

Eine heldenhafte Mutter

Eines Tages kam Thomas Edison von der Schule nachhause und gab seiner Mutter einen Brief.

Er sagte ihr: “Mein Lehrer hat mir diesen Brief gegeben und sagte mir, ich solle ihn nur meiner Mutter zu lesen geben.”

Die Mutter hatte die Augen voller Tränen, als sie dem Kind laut vorlas:
“Ihr Sohn ist ein Genie. Diese Schule ist zu klein für ihn und hat keine Lehrer, die gut genug sind, ihn zu unterrichten. Bitte unterrichten Sie ihn selbst.”

Viele Jahre nach dem Tod der Mutter, Edison war inzwischen einer der größten Erfinder des Jahrhunderts, durchsuchte er eines Tages alte Familiensachen. Plötzlich stieß er in einer Schreibtischschublade auf ein zusammengefaltetes Blatt Papier. Er nahm es und öffnete es. Auf dem Blatt stand geschrieben:

“Ihr Sohn ist geistig behindert. Wir wollen ihn nicht mehr in unserer Schule haben.”

Edison weinte stundenlang und dann schrieb er in sein Tagebuch:

“Thomas Alva Edison war ein geistig behindertes Kind. Durch eine heldenhafte Mutter wurde er zum größten Genie des Jahrhunderts.”.
(aus dem Englischen übersetzt: Bhajan Noam)

Was steckt in Dir?

Entdecke Deine Stärken.

Lass’ Dich nicht unterkriegen, egal, was andere sagen.

Gehe Deinen Weg und erreiche Dein Ziel.

11 Tipps für Deinen Erfolg auf Networking-Events

Infoabende, Messen, IHK-Veranstaltungen oder andere Events: Nutze die Chance, um neue Kontakte zu knüpfen oder alte aufzufrischen. Nirgends ist es einfacher, sich ein Netzwerk aufzubauen und sich erfolgreich in Networking zu üben.

Hier unsere 11 wichtigsten Tipps, um gute Kontakte zu knüpfen:

Wie spreche ich jemanden an und worüber soll ich mich unterhalten? Viele Menschen fühlen sich unwohl, wenn Sie auf Networking-Events gehen, weil sie nicht wissen, was sie anziehen, sagen oder wie sie sich zeigen sollen. Lies hier unsere 11 Tipps, wie Du entspannt und erfolgreich durch solche Veranstaltungen kommst.

1 – Verstelle Dich nicht, bleibe offen und authentisch

Überlege nicht, wie Du wohl am besten bei anderen ankommst, Du wirst Dich damit nicht wohlfühlen und das wirst Du dann auch unbewusst aussenden. Du brauchst Dich nicht zu verstellen, verbiegen oder verkleiden, bleibe Du selbst und verstecke Dich nicht. Eigentlich weißt Du, Dass Du am erfolgreichsten sein kannst und den meisten Spaß und auch Nutzen hast, wenn Du authentisch bist. Durch Deine natürliche Ausstrahlung wirst Du schnell Menschen finden, mit denen Du auf einer Wellenlänge bist und mit denen Du interessante Gespräche führen wirst. Übe Dich in Smalltalk, um keine Anlaufschwierigkeiten zu haben.

2 – Finde Dein Alleinstellungsmerkmal und passe es auf Deinen Auftritt an

Wenn Du zu einer Veranstaltung gehst bei dem es um Austausch und Netzwerken geht, bist Du Dein Aushängeschild und auch das Deiner Ware, Deines Produkts oder Deiner Dienstleistung. Denke an Steve Jobs, den Apple-Guru. Jeder verbindet immer noch sein Gesicht mit den stylishen weißen Computern. Im Prinzip musst Du es genauso machen, denn man wird sich immer an Dich in Verbindung mit Deinem Angebot erinnern.

Es ist eine Selbstverständlichkeit, dass Du bei solchen Anlässen immer top gekleidet bist und Dich an den gebotenen Dresscode hältst. Peppe Dein Outfit auf und passe es an den Bereich an, in dem Du tätig sind. Wenn Du Kosmetik vertreibst, bist Du natürlich sehr gut geschminkt und gepflegt, als Immobilienmakler/in kannst ein Tuch oder eine Brosche bzw. Anstecknadel als Accessoire tragen, damit man sich an Dich erinnert. Wenn Du ein Qualitätsprodukt vermarktest, müssen Visitenkarte, Kleidung, Schmuck, Tasche etc. dazu passen.

Visitenkarten sind noch lange nicht out! Am besten hast Du immer welche dabei, die natürlich mit einem passenden Layout auf gutem Papier gedruckt sind. Nichts ist unglaubwürdiger als jemand, der eine hochpreisige Dienstleistung verkaufen will und selbst mit billigen Schuhen, ausgebeultem Anzug, schiefem Haarschnitt, ohne Gürtel und billiger Visitenkarte auftaucht. Deine Außenwirkung ist extrem wichtig, denn wer an sich spart, erweckt den Eindruck, auch an der Sorgfalt beim nächsten Auftrag zu sparen.

Stimme alles auf einander ab und etabliere Dich mit einem oder zwei hervorstechenden Alleinstellungsmerkmalen, die genau Dich ausmachen, so wie Du bist Sei nicht aufgesetzt. Aber bedenke: Du bist der der erste Eindruck, die Verpackung, der Vertrauensbildende, das Versprechen und damit wirkst Du.

3 – Wirf einen Blick in die Gästeliste

Bereite Dich auf die Networking-Veranstaltung vor, in dem Du, wenn möglich, einen Blick in die Gästeliste werfen. Heute gehen Einladungen oft auf elektronischem Weg raus und manchmal hast Du wie bei Xing die Chance, zu sehen, wer an diesem Event teilnimmt. Scanne die Liste nach Leuten, die Dir schon bekannt sind. Sie können Dir zum Beispiel einiges an Hemmung nehmen, wenn Du Dich im Vorfeld für den Tag oder Abend auf der Veranstaltung zum Austausch verabredest.

Newbies im Networking-Geschäft hilft es sehr oft, schon jemanden zu kennen und damit nicht befürchten zu müssen, alleine da zustehen. Andere Gäste zu fragen kann auch die Eintrittskarte dazu sein, jemand anderen kennenzulernen, den man immer treffen wollte. Das gute alte Prinzip „Ich kenne einen, der einen kennt“ funktioniert hervorragend auf Netzwerk-Veranstaltungen.

4 – Geh ohne Deinen Ehe- oder Lebenspartner, geh alleine

Gehe niemals mit Deinem privaten oder geschäftlichen Partner gemeinsam zu solchen Events, auch wenn es Dir schwer fällt. Geh alleine, denn Du willst neue Leute kennenlernen. Wenn Du zu zweit gehst, Du Dich zu zweit zeigst, wirst Du weder angesprochen noch wirst Du auf jemanden zugehen.

Wenn Du doch und unbedingt nicht alleine gehen möchtest, vereinbare, dass Ihr Euch am Eingang trennt und erst später wieder zusammenkommt, wenn jeder seine Fühler im Netzwerk ausgestreckt hat. Im besten Fall kannst Du Gruppen von neuen Menschen zusammenführen und den Abend mit Stil ausklingen lassen.

5 – Falle nicht mit der Tür ins Haus und stelle Dich nicht gleich überall vor

Akklimatisiere Dich zunächst und studiere die Mischung der Gäste. Lass alles auf Dich wirken und höre bei der Wahl Deiner ersten Anlaufstation auf Deinen Bauch. Es ist auch nicht ratsam, eine kleine persönliche Präsentation auswendig gelernt zu haben und diese dann überall wie ein Schulkind sofort vorzutragen. Du weißt, wer Du bist und andere werden Dich bei Interesse danach fragen. Vergiss nicht, Du bist auf dieser Veranstaltung, um Geschäftskontakte zu finden und nicht bei einem Speed-Dating.

11 Tipps für erfolgreiches Networking - icportal.de

6 – Nur keine Hemmungen, stelle Dich einfach dazu oder bitte um Vorstellung

Auf jeder Art von Veranstaltung bilden sich mit der Zeit automatisch Grüppchen. Stelle Dich einfach dazu und Du wirst sicherlich schnell ins Gespräch kommen, wenn Du Aufmerksamkeit zeigst. Immerhin ist jeder andere auch dort, um Kontakte zu knüpfen.

Falls Du darin ungeübt bist oder Dich nicht traust, bitte den Veranstalter, Dich jemandem vorzustellen. Auf solchen professionellen Networking-Event ist das Gang und Gäbe.

7 – Frage ganz offen

Wie eingangs schon erwähnt, ist es nicht immer so leicht, mit anderen in Kontakt zu treten, weil das Selbstvertrauen fehlt oder auch Angst haben, als dumm da zu stehen oder gar abgewiesen zu werden. Wir fragen uns dann, wie wir ein Gespräch beginnen sollen und ob es überhaupt jemanden interessiert. Sieh die Sache lockerer und nüchtern, denn es geht nicht darum, den Partner fürs Leben zu finden, es geht um Geschäftskontakte, von denen Du und die anderen profitieren sollen. Von daher ist der Beginn eines Gespräches relativ einfach: „Hallo, was machen Sie beruflich?“ oder „Schön, dass heute wieder einige gekommen sind, was meinen Sie?“ oder der Wetter-Klassiker „So ein Mistwetter, ich bin froh, trocken angekommen zu sein, oder?“

Ja, man muss sich erst an solche offenen Fragen ohne vorherige Aufforderung gewöhnen, aber das macht den Smalltalk aus und mit offenen Fragen kommst Du immer ins Gespräch, wenn die Chemie stimmt.

8 – Bleibe, wenn es sich gut anfühlt

Im Umkehrschluss: Geh weiter, wenn sich ein Gespräch oder eine Runde schlecht anfühlt!

Es ist wichtig, dass Du ein Gespür für Situationen entwickelst und sei immer aufmerksam für die Stimmung Deines Gegenübers. Gespräche ergeben sich immer, wenn man sich sympathisch ist und enden, wenn es nicht passt.

Bleibe, wenn Du einen interessanten Gesprächspartner gefunden hast und er Dir klar zum Ausdruck bringt, dass es umgekehrt genauso ist. Stelle Fragen, denn wer fragt, der führt. Mache kein Verhör daraus, sondern plaudere und höre genau auf die Antworten, die Du bekommst. Die meisten Menschen reden gerne über sich und finden das Gespräch wunderbar, wenn sie die ganze Zeit über sich erzählen dürfen. Durch weiterführende Fragen bekommst Du wertvolle Informationen, die Du Dir bitte merkst.

Im negativen Fall, läuft also die Kontaktaufnahme nicht interessant und positiv, bleibe freundlich, bedanke Dich für das Gespräch zum Beispiel mit „Ich möchte mich noch ein wenig umschauen. Vielen Dank für das nette Gespräch, es hat mich gefreut, Sie kennenzulernen – hier ist meine Karte, sicher sehen wir uns später noch mal.“ Wenn Dein Wink mit dem Zaunpfahl nicht fruchtet und die andere Person Dich nicht gehen lassen will, kannst Du auch ganz direkt sein und sagen, dass dort oder dort noch eine Person steht, mit der Du unbedingt sprechen wolltest und Du Dich deshalb nun verabschieden musst.

Wenn sich jemand von Dir verabschieden möchte und Du vorher die Merkmale seines Desinteresses nicht verstanden hast, sei nicht enttäuscht oder sauer. Nimm alles sportlich, denn Übung macht den Meister, vor allem auf Networking-Veranstaltungen.

9 – Du bist zwar für den Job unterwegs aber Du bist nicht auf der Arbeit

Bei einer Networking-Veranstaltung geht es nicht um Fachwissen oder Kompetenz, es geht um Kontakte und Persönlichkeiten. Wenn Du jemanden unsympathisch findest, wirst Du nichts von ihm kaufen, egal wie gut das Produkt ist. Umgekehrt ist es nicht viel anders. Mache Dir einfach immer wieder bewusst, dass es auf diesen Events um Sympathie geht und dann erst um Synergie. Vermeide es deshalb, Dich wie bei einem Vorstellungsgespräch zu präsentieren und Dein Produkt, Deine Ware oder Dienstleistung wie auf dem Markt anzupreisen. Wer mehr erfahren will, wird Dich fragen. Sprich lieber über Hobbys, Interessen, Freizeitgestaltung oder den letzten Schrei. Erwähne nebenbei Deine Profession, frage nach seiner und seinen Erfolgen und suche nach Gemeinsamkeiten, um das gemeinsame Interesse aneinander zu festigen.

10 – Stelle den Fuß in die Tür, wenn sie sich öffnet

Wenn Du einen oder mehrere gute und interessante Gesprächspartner gefunden hast mit denen Du auf einer Wellenlänge bist, stelle beim Gesprächsabschluss Deinen Fuß in die Tür, denn es geht um Dein Geschäft und es geht um nachhaltige Kontakte.

Wirf beim Ende des Gesprächs einen Anker und verabrede gemeinsam, ob und wie es weiter geht. Du kannst abschließen mit “Ich fand das Gespräch mit Ihnen wirklich spannend und würde es gerne ein anderes Mal weiterführen. Was halten Sie davon, wenn ich Sie in den nächsten Tagen anrufe, und wir machen einen Termin aus?”

Nutze diesen Spalt in der Tür, solange er offen ist und lass nicht so viel Zeit vergehen, sonst schließt sich die Tür nämlich wieder.

11 – Sammle Visitenkarten

Es kann natürlich vorkommen, dass Du nicht mit jedem reden kannst, der Dich interessiert, weil die Zeit dafür nicht immer ausreicht. Denke immer daran, dass es für Deine Arbeit förderlich ist, wenn Du beim Networtking mitmachst. Hast Du also zu wenig Zeit oder war die andere Person zu beschäftigt, als dass Du vorher zum Zuge gekommen bist, gehe auf jeden Fall auf solche Menschen zu, von denen Du Dir etwas versprichst und frage sie freundlich nach deren Visitenkarte. Hinterlasse nach Möglichkeit noch einen Eindruck durch Deine Erscheinung oder eine ungewöhnliche Verabschiedung, wie “Ich wollte Sie heute unbedingt kennenlernen aber die Zeit rast bei solchen Abenden immer so und dann schafft man es doch nicht, mit jedem richtig reden zu können, wie man es möchte. Ihre Krawatte / Ihre Schuhe haben übrigens meine Lieblingsfarbe. Darf ich Sie um Ihre Karte bitten?” Das klingt auf den ersten Blick seltsam, aber mit Hilfe Deines Merkmals, das Du bei der Person hinterlassen hast, hast Du automatisch eine Gedächtnishilfe und Gesprächsaufhänger, wenn Du im Anschluss zeitnah den Kontakt suchst.

Lass uns in Kontakt bleiben!

Wenn Du weitere Nachrichten und Infos möchtest, trage Dich in unseren Newsletter ein. Wir informieren Dich gerne in gesunden Abständen, um Dein Business voran zu bringen.

Party macht Spaß – oder doch nicht?

Party macht Spaß - oder doch nicht?

Party machen? Klar, das macht Spaß. Auf eine Party gehen? Das macht noch mehr Spaß, vor allem aber keine Arbeit… 🙂

Aber eine Verkaufsparty? Nö, dann lieber doch nicht. Da werde ich genötigt, etwas zu kaufen. Die Produkte sind überteuert. Und wenn ich nichts kaufen will, ist mir mein Freund/meine Freundin, der die Einladung ausgesprochen hat, böse. Aber wenn ich nicht hingehe? Dann vermutlich auch.

Wenn Du umgekehrt nun Geld verdienen willst, indem Du Partys veranstaltest und dort Produkte anbietest und verkaufst, hast Du genau das Problem: Du musst Leute ansprechen, die Du kennst, die vielleicht Deine Freunde sind und die Du eigentlich nicht verlieren willst.

Aber stattdessen wildfremde Menschen ansprechen? Das traust Du Dich dann doch nicht.

Diese Webseite Partyverkauf.de beschäftigt sich mit Verkaufspartys und damit, wie Du leicht und erfolgreich Verkaufspartys durchführen kannst, welche Anbieter und Produkte es gibt (falls Du noch nicht festgelegt bist), und was sonst noch zur Selbständigkeit als Partyverkäufer / Direktverkäufer(-in) gehört.

Schön, dass Du da bist und nun viel Spaß und Party on!